Yuzu
Citrus × junos
Yuzu (Citrus × junos) ist eine stark aromatische Zitrusfrucht und Pflanze aus der Familie der Rutaceae, die vermutlich eine natürliche Hybride zwischen der Ichang-Papeda (Citrus cavaleriei) und einer sauren Mandarine (Citrus reticulata var. austera) ist. Sie ist bekannt für ihre intensiv duftende Schale und ihren säuerlichen, blumigen Saft, der ein Eckpfeiler der ostasiatischen Küche ist. Die Frucht ähnelt einer kleinen, höckrigen Grapefruit und wird aufgrund ihrer Säure und zahlreichen Kerne selten als frische Frucht gegessen.
Taxonomie
Blätter:
• Lanzettlich, mit einem breit geflügelten Blattstiel, der dem Blatt eine charakteristische 'Doppelblatt'- oder Sanduhrform verleiht
• Dunkelgrün, glänzend und beim Zerreiben stark aromatisch
Blüten:
• Weiß, duftend und blühen typischerweise im späten Frühling bis Frühsommer
• Einzeln oder in kleinen Büscheln in den Blattachseln
Frucht:
• Eine Hesperidie, meist kugelig bis leicht abgeflacht, 5,5–7,5 cm im Durchmesser
• Die Schale ist dick, höckrig und uneben, reift von grün zu einem leuchtenden Goldgelb oder Orange
• Das Fruchtfleisch ist blass gelbgrün, sehr sauer und kernreich, mit einem komplexen Aroma, das Noten von Grapefruit, Mandarine und Kiefer vereint
Samen:
• Zahlreich, polyembryonal und innen grünlich-weiß
Licht:
• Volle Sonne ist für gesundes Wachstum und reichliche Fruchtproduktion unerlässlich
Boden:
• Gut durchlässiger, lehmiger Boden mit leicht saurem pH-Wert (5,5–6,5)
• Unverträglich gegenüber Staunässe
Bewässerung:
• Benötigt während der Wachstumsperiode gleichmäßige Feuchtigkeit, besonders während der Fruchtentwicklung
• Lassen Sie die Bodenoberfläche zwischen den Wassergaben austrocknen, um Wurzelfäule zu vermeiden
Temperatur:
• Extrem kältetolerant für eine Zitruspflanze; benötigt eine deutliche Winterkälte für optimalen Fruchtansatz
• Kältebedarf beträgt typischerweise 200–300 Stunden unter 7 °C (45 °F)
Vermehrung:
• Wird üblicherweise durch Veredelung vermehrt, um Fruchtqualität und Winterhärte zu gewährleisten
• Kann aus Samen gezogen werden, aber die Pflanzen sind sehr variabel und können über ein Jahrzehnt bis zur Fruchtreife brauchen
Häufige Probleme:
• Anfällig für Zitruskrebs und Zitrusbegrünungskrankheit, wenn auch weniger als viele andere Sorten
• Blattläuse und Schildläuse können gelegentlich Schädlinge sein
• Fruchtrisse können bei ungleichmäßiger Bewässerung auftreten
Kulinarisch:
• Die Schale und der Saft sind essentiell für japanische Ponzu-Sauce, Yuzu-Kosho (eine scharfe fermentierte Paste aus Yuzu-Schale, Chili und Salz) und Yuzu-Essig
• Wird zum Aromatisieren von Tees, Marmeladen, alkoholischen Getränken wie Yuzu-Likör und Desserts verwendet
• Ein traditioneller japanischer Brauch zur Wintersonnenwende ist ein Yuzu-Yu, ein heißes Bad mit ganzen Yuzu-Früchten, die im Wasser schwimmen, das angeblich Erkältungen vorbeugt und trockene Haut beruhigt
Aromatisch:
• Das ätherische Öl wird in der Parfümerie und Aromatherapie wegen seines belebenden und beruhigenden Dufts sehr geschätzt
Wusstest du schon?
Der traditionelle japanische Brauch zur Wintersonnenwende (Tōji) eines Yuzu-Bades (Yuzu-Yu) ist mehr als ein Hausmittel. Die ätherischen Öle der Frucht, die durch das warme Wasser freigesetzt werden, enthalten Limonen und andere Verbindungen, die die Durchblutung fördern und den Körper entspannen. Der Satz „Yuzu-yu de kaze wo hikanai“ bedeutet übersetzt „Ein Yuzu-Bad hält Erkältungen fern“.
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